Unser Einsatz im Moor

Abhängen nach getaner Arbeit!

Arbeit in Kleingruppen: Hier wurde Plombe 6 fertig gestellt!

Bei heftigem Gewitter haben wir drinnen Nistkästen für Vögel gebaut

Alles Teamwork, Arbeitsketten und jede Menge Spaß

Beim Materialtransport war viel Zeit zum kennenlernen der 42 Teilnehmenden aus 7 Ländern

Jetzt fehlen "nur noch" Steine und dann Bodenbedeckung und das Moos wieder auftragen

Zukunft vor, noch ein Moor! Die Swamp Savers in Kesselbach.Du willst wissen wie das Moorcamp bei uns so aussieht?

An die Schippen, fertig los!

42 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren aus 7 Ländern (Litauen, Lettland, Kroatien, Tschechien, Polen, Türkei und Deutschland) kamen in der ersten Septemberwoche zusammen, um in der Nähe von Calau (Niederlausitz) eine ehemalige Moorfläche zu renaturieren.
Bereits das dritte Mal fand hier ein Camp der Naturfreundejugend in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden statt, dieses Jahr erstmalig international. Durchgeführt wurde das Camp in Zusammenarbeit mit dem Verein Kulturnetz e.V.

Einerseits halfen wir dabei, im Moor kräftig mit anzupacken, andererseits befanden wir uns jedoch auch im kulturellen Austausch, machten Workshops und hatten einfach eine schöne gemeinsame Zeit. Wir hielten uns in einem schönen Waldstück auf und die Arbeit war abwechslungsreich, „mal was Anderes“ im Vergleich zu Schule, Ausbildung und Uni. Das, und das Teamwork bereitete allen viel Spaß am Projekt.

Fünf Tage lang wurde im Gebiet „Kesselbach“ geschippt, geschleppt und gebuddelt, es wurden Gräben ausgehoben, Wände aus Holzpfählen (Robinie aus dem Wald) eingebaut und zuletzt alles mit Lehm, Sand und Steinen verschlossen, sodass die Gruppe insgesamt fünf neue Plomben aus natürlichen Materialien bauen konnte! Diese sorgen dafür, dass sich das Wasser nun wieder anstaut und so eine Moorfläche entstehen kann. Schon nach den ersten Tagen war ein Erfolg sichtbar, denn an den fertigen Plomben sammelte sich bereits das dringend nötige Wasser an.

Nach getaner Arbeit durften die Freizeitaktivitäten natürlich auch nicht fehlen! So wurden beispielsweise Teilnehmende in Schubkarren transportiert oder verglichen, wer am tiefsten im Matsch steht. Und zu Ehren derjenigen, die das Wasser nach dem Regen in Form einer Transportkette in Eimern aus den Buddellöchern trugen, veranstalteten wir eine spontane Tanz- und Eimerketten-Party mit Musik.

Neben den Plombenbau entsorgte die Gruppe auch einen alten Zaun, welcher im Naturschutzgebiet lag und entkusselte (junge Gehölze entfernen) einen trockenen See, der hoffentlich ebenfalls bald wieder Wasser enthält. Auch die Tierwelt zeigte sich von ihrer besten Seite, sodass die jungen Menschen Gottesanbeterinnen, Ringelnattern, Blindschleichen und einige Libellen beobachten konnten.

Neben der Arbeit im Moor gab es außerdem einen Regenvormittag, an dem Vogelnistkästen gebaut wurden, einen cultural evening, bei dem alle ihre Herkunftsländer vorstellten und Snacks aus ihrer Region verkosteten, eine Rallye und Ausflüge in die ehemaligen Einsatzorte, sowie an den Cottbusser Ostsee, einem ehemaligen Kohleabbaugebiet.

Unterstützt und gesponsert wurde das Projekt von der Naturfreundejugend Deutschlands e.V., We want Moor und Erasmus +